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Das Gespräch - Besonders gefragt: Ihre Beobachtung

Da es um individuelle Symptome des Patienten geht, unterscheidet sich das Gespräch bei einer homöopathischen Behandlung von dem einer schulmedizinischen. Bei akuten Krankheiten kann man oft auch in relativ kurzer Zeit ausreichend Informationen erhalten. Ein Erstgespräch für langwierige oder komplizierte Erkrankungen allerdings kann durchaus eine Stunde oder länger dauern. Aus Zeitgründen kann ich leider nur homöopathische Behandlungen akuter Krankheiten anbieten.



Wichtig für die Behandlung sind das genaue Erscheinungsbild der Beschwerden und Angaben über Veränderungen, die mit oder seit Bestehen der Krankheit aufgetreten sind. Ohne diese Information lässt sich kaum eine homöopathische Arznei verordnen. Es ist klar, dass kleine Kinder häufig keine detaillierten Beschreibungen geben können. Um so mehr ist dann Ihre Beobachtung und Einschätzung als Eltern gefragt.

Wichtig sind allerdings nur die Symptome, über die sich eindeutig etwas sagen lässt. Alles Unsichere sollte noch genauer beobachtet werden.

Achten Sie bitte u.a. auf folgende Details:

Sind die Beschwerden in zeitlichem Zusammenhang mit irgendwelchen Ereignissen aufgetreten? Interessant können auch äußere Ereignisse und Witterungswechsel sein.

Wie genau sind die Beschwerden: Sind z.B. Schmerzen spitz, dumpf, krampfartig, bohrend etc.?

Wo genau sind die Beschwerden, und wohin erstrecken sie sich?

Zu welchen Zeiten treten die Beschwerden auf, und wann werden sie besser?

Gab es im Zuge der Erkrankung Veränderungen bzgl. der Stimmung: Will das Kind z.B. ständig getragen werden oder eher in Ruhe gelassen werden? Ist es jammerig oder zornig?

Was löst die Beschwerden aus, was macht sie besser oder schlechter: Essen; kalte oder warme Getränke; Liegen, Sitzen, Stehen oder bestimmte Körperhaltungen; Schlaf, Einschlafen; frische Luft oder andere Witterungsbedingungen; Bewegung, Ruhe; Erbrechen; Zu- oder Abdecken; Kopfhoch- oder -tieflage; Druck auf die betroffene Region; Anwendung von Wärme oder Kälte auf die betroffene Region; Einsetzen von Fieber oder Schweiß; ...?



Gerade die Umstände, die Beschwerden auslösen, verbessern oder verschlechtern, sind für die Mittelwahl bedeutend. Wichtig ist es, auch mal etwas auszuprobieren. Lassen Sie das Kind beim Hustenanfall mal etwas trinken, probieren Sie eine Wärmflasche bei Bauchschmerzen, üben Sie Druck auf eine schmerzende Stelle aus. Probieren Sie aus, was Ihnen sinnvoll erscheint.

Essen und Trinken: Wie ist der Durst, werden kalte oder warme Getränke bevorzugt? Wie ist der Appetit, auf welche Speisen?

Wie sind eventuelle Sekrete (Auswurf, Schnupfen etc.): Klar, gelb, grün; zäh, flüssig, festsitzend; wundmachend, ...

Falls Fieber oder Schweiß besteht: Welche Körperstellen sind heiß oder schweißig? Wie ist der Schweiß (heiß, kalt, klebrig), besteht Fieber dabei, ...?

Sind mit der Krankheit oder in ihrem Verlauf weitere Symptome an anderen Körperregionen aufgetreten?



Seite zuletzt aktualisiert am 28.01.2012


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