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Grundimmunisierende Standardimpfungen

Ab dem 3. Lebensmonat sollte Ihr Kind zum ersten Mal geimpft werden. Um die Anzahl der nötigen Injektionen zu minimieren, werden sehr gut verträgliche Kombinations-Impfstoffe verwendet. Bei der ersten Impfung deckt ein einziger Impfstoff sechs verschiedene Infektionskrankheiten gleichzeitig ab: Diphtherie, Hepatitis B, Haemophilus influenzae Typ b, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Wundstarrkrampf (Tetanus). Seit Juli 2006 ist gemäß der STIKO-Empfehlung auch die Impfung gegen Pneumokokken eine Standardimpfung für alle Säuglinge; diese findet parallel zur 6-fach-Impfung statt. Für einen sicheren Schutz wird die 6-fach-Impfung insgesamt viermal und die Pneumokokkenimpfung ingesamt dreimal geimpft.

Durch eine zwei- oder dreimalige Schluckimpfung ab der 7. Lebenswoche ist es möglich, die häufige Erkrankung an einer Magen-Darm-Infektion durch Rotaviren zu verhindern. Je nach Impfstoff muss spätestens im Alter von 12 oder 16 Lebenswochen mit der Impfung begonnen und bis zur 32. Lebenswoche beendet werden. Seit 2013 empfiehlt die STIKO diese Impfung als Standardimpfung.



Ab dem 12. Lebensmonat wird eine zweimalige kombinierte Impfung gegen Masern, Mumps, Röteln und Windpocken (Varizellen) empfohlen. Vorzugsweise soll das mit einem Kombinationsimpfstoff geschehen, der zweimal geimpft wird. Nachholimpfungen (bislang nicht an der zu impfenden Krankheit erkrankt und keine vollständige Impfabfolge) sollen jederzeit bei allen nach 1970 geborenen Personen durchgeführt werden.

Die einmalige Impfung gegen Meningokokken C ist seit Juli 2006 eine Neuerung im Standardimpfkalender der STIKO, diese ist schon seit Jahren der Standard in mehreren europäischen Ländern. Auch empfiehlt die STIKO alle nicht geimpften Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren nachzuimpfen.

Seit 2006 besteht die Möglichkeit, sich gegen den Humanen Papilloma Virus (HPV) impfen zu lassen. Gebärmutterhalskrebs wird zu fast 100% durch HPV verursacht. Rund 70% aller Menschen in Deutschland stecken sich im Laufe des Lebens beim Geschlechtsverkehr an HPV an. 9 bis 14-jährige werden zweimal geimpft, ältere Jugendliche dreimal.

Bei Erreichen hoher Durchimpfungsraten ist es möglich, einzelne Krankheitserreger zunächst gebietsweise und schließlich weltweit auszurotten. Sinken Durchimpfungsraten, können bei uns sehr selten gewordene Erkrankungen wieder aus anderen Ländern eingeschleppt werden und Fuß fassen. Die heutzutage häufiger geführte Diskussion um die Notwendigkeit von Impfungen spiegelt eigentlich den Erfolg der Impfungen wieder: Wundstarrkrampf und Kinderlähmung z.B. kennen heutige Eltern gar nicht mehr. Dieses Kapital sollten wir an künftige Generationen weitergeben, sinken Durchimpfungsraten, kehren früher oder später manche Erkrankungen zurück.

Auffrischung Standardimpfungen

Auffrischungsimpfungen werden zwischen dem 5. – 6. Lebensjahr gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus) und Keuchhusten (Pertussis) und im Jugendalter gegen Diphtherie, Keuchhusten (Pertussis), Kinderlähmung (Polio) und Wundstarrkrampf (Tetanus) durchgeführt.

Erwachsene sollten alle 10 Jahre gegen Diphtherie und Wundstarrkrampf (Tetanus) geimpft werden, einmalig zusätzlich auch gegen Keuchhusten (Pertussis).

Enge Haushaltskontaktpersonen (Eltern und Geschwister) und Betreuer (Tagesmütter, ggf. Großeltern) ihres Säuglings sollten sich gegen Keuchhusten (Pertussis) impfen lassen, auch wenn die letzte Impfung weniger als 5 Jahre zurückliegt. Dieses geschieht mit einem Kombinationsimpfstoff gegen Diphtherie, Wundstarrkrampf (Tetanus). Diese Impfung kann bei Ihrem Kinder- und Jugendarzt durchgeführt werden, ggf. zeitgleich mit Ihrem Kind.

Standardimpfungen in der Übersicht

Eine Übersicht über die Standardimpfungen finden Sie hier.

Seite zuletzt aktualisiert am 12.07.2016


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