Wir impfen in unserer Praxis gegen COVID-19.

Unsere Patienteneltern können sich für Updates in unsere PraxisApp eintragen, sofern noch nicht geschehen.

 

Digitaler Impfnachweis

Wir stellen bei jeder Impfung einen digitalen Impfnachweis aus. Gerne können wir auch digitale Impfnachweise für anderenorts geimpfte Menschen ausstellen, bitte bringen Sie dazu Ihre Krankenkassenkarte und Ihren Impfpass mit.

 

Wer kann bei uns geimpft werden?

Das Impfangebot richtet sich an unsere Patienten, je nach Verfügbarkeit können sich auch praxisfremde Kinder und Jugendliche bei uns impfen lassen. Bei ausreichender Kapazität impfen wir auch die Eltern unserer Patienten, sie sollten jedoch sich in erster Linie an ihren Hausarzt und das Impfzentrum (www.braunschweig.de/aktuell/impfzentrum/terminvereinbarungen.php) wenden.

Nach Kanada und den USA hat nun auch die EU-Arzneimittelbehörde (EMA) Comirnaty (BioNTech/Pfizer) für Kinder ab 12 Jahren zugelassen, die Zulassung gilt auch für Deutschland. Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Impfung zunächst nur für Kinder mit chronischen Erkrankungen. Es ist aber ohne weiteres möglich, auch ohne STIKO-Empfehlung sein Kind in individueller Entscheidung impfen zu lassen.

 

Der Impfstoff

Alle in der EU zugelassenen und verfügbaren COVID-19-Impfstoffe sind hochwirksam gegen schwere Verläufe von COVID-19, dies zeigen die Daten aus den Zulassungsstudien und diversen Beobachtungsstudien. Das bedeutet, selbst wenn man erkranken würde, wäre das Risiko schwer zu erkranken sehr gering.

Die COVID-19 Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern verhindert sehr wahrscheinlich auch, dass die geimpfte Person andere Personen ansteckt.

Der m-RNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ist der einzige Impfstoff, der zur Zeit bei Kindern und Jugendlichen zugelassen ist, diesen werden wir dementsprechend bestellen.

 

Zulassung & STIKO-Empfehlung

Mit Zulassung durch die EU-Arzneimittelbehörde ist der Impfstoff auch in Deutschland für Kinder ab 12 Jahren zugelassen.

Die deutschen Ständigen Impfkommission (STIKO) hat eine Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ausgesprochen, die eine chronischer Vorerkrankung haben oder Kontaktperson von Angehörigen mit hoher Gefährdung für einen schweren COVID-19-Verlauf sind, die nicht selbst geimpft werden können oder bei denen der begründete Verdacht auf einen nicht ausreichenden Schutz nach Impfung besteht (z. B. Menschen unter relevanter immunsuppressiver Therapie).

Als chronische Erkrankung im Sinne der Impfempfehlung der STIKO zählen: chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltenden Einschränkung der Lungenfunktion,  chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen (u.a. Epilepsie), Adipositas (BMI > 97er Perzentile), schlecht eingestellter Diabetes mellitus (HbA1c > 9), angeborene oder erworbene Immundefizienz oder relevante Immunsuppression, schwere Herzinsuffizienz, chronische Niereninsuffizienz, syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung, Trisomie 21, maligne Tumorerkrankungen.

Es ist aber ohne weiteres möglich, auch ohne STIKO-Empfehlung sein Kind in individueller Entscheidung impfen zu lassen

 

Individuelle Impfentscheidung

Nachdem die Kinder und Jugendlichen zwar die am geringsten akut gefährdete, aber dafür die am meisten eingeschränkte Personengruppe war und ist, ist es sicherlich nicht an ihnen, mit einem neuen Impfstoff nun auch noch die angestrebte Herdenimmunität zu liefern.

Die akuten körperlichen Folgen einer COVID-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen sind überwiegend mild und kurz, die Notwendigkeit einer Intensivmedizinischen Behandlung ist sehr selten, auf dieser Grundlage hat die STIKO mangels Langzeitdaten zur Impfung keine generelle Impfempfehlung ausgesprochen.

Eine erste Studie aus Schweden mit knapp 130 Patienten (https://onlinelibrary.wiley.com/doi/full/10.1111/apa.15870) zeigt einen hohen Prozentsatz von Langzeitfolgen („Long-COVID“) ohne initial schwerer Erkrankung: 40% der erkrankten Kinder hatten noch 2 Monate nach Erkrankung Symptome wie Schlafstörung, Atemprobleme, Müdigkeit, Schmerzen und/oder Konzentrationsstörungen. Weitere Studien sind dringend notwendig.

Die psychosozialen Folgen der verordneten Pandemiebekämpfung sind bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr eingreifend und langanhaltend. Mit einem geänderten gesundheitspolitischen Ansatz ist leider nicht so bald zu rechnen, so sind bei einer steigenden Inzidenz ab Herbst erneute Einschränkungen für nicht geimpfte Kinder und Jugendliche wahrscheinlich.

Vor diesen Hintergründen kommen wir selbstverständlich Impfwünschen auch ohne STIKO-Empfehlung nach. Sofern gewünscht, können wir Eltern unserer Patienten zur COVID-19-Impfung beraten. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies nicht immer zeitnah erfolgen kann, da bereits die Verwaltungserfordernisse dieser Impfung uns sehr viel Zeit kosten. Wer aber Zweifel hat, wird auch problemlos noch etwas warten können.

 

Ablauf

Wenn Sie für Ihr Kind (ab 12 Jahre) oder sich selbst eine Impfung gegen COVID-19 wünschen, melden Sie sich bitte ausschließlich per E-Mail an rezepte@kinderundjugendmedizin.de mit folgenden Informationen:

  • Name, Geburtsdatum
  • wenn Sie selbst geimpft werden wollen, Namen Ihres bei uns behandelten Kindes
  • Mobilnummer eines Elternteils
  • eventuelle chronische Erkrankung oder Kontakt zu gefährdeten Personen
  • eventuelle Urlaubsabwesenheiten in den aktuellen / nächsten Schulferien

Wir bestätigen Ihnen diese Mail innerhalb weniger Tage.

Leider übersteigt zeitweise die Nachfrage unsere Impfstoffkapazität. So kann es insbesondere für Erwachsene länger dauern, bis wir Ihnen einen konkreten Impftermin anbieten können.

Wegen der Lieferung als Mehrfachampulle und kurzen Haltbarkeit wird es keine Wunschtermine geben können. Die Erstimpfungen werden meist mittags im Laufe der Woche stattfinden, es dürfte kein Problem sein, sich dafür von Schule oder Arbeit freistellen zu lassen, Sie erhalten eine entsprechende Bescheinigung.

Ganz wichtig: sollten Sie sich im Verlauf woanders impfen lassen, benachrichtigen Sie uns bitte umgehend, damit wir Sie aus der Warteliste entfernen und andere aufrücken lassen können.

 

COVID-19 und Impfen: Antworten vom RKI auf häufig gestellte Fragen (FAQ)  www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html