Wir impfen in unserer Praxis gegen COVID-19.

Unsere Patienteneltern können sich für Updates in unsere PraxisApp eintragen, sofern noch nicht geschehen.

Digitaler Impfnachweis

Wir stellen bei jeder Impfung einen digitalen Impfnachweis aus. Gerne können wir auch digitale Impfnachweise für anderenorts geimpfte Menschen ausstellen, bitte bringen Sie dazu Ihre Krankenkassenkarte und Ihren Impfpass mit.

 

Wer kann bei uns geimpft werden?

Selbstverständlich bieten wir alle Impfungen gemäß STIKO-Empfehlungen an, gehen bei individuellem Nutzen im Rahmen der Zulassung sogar über diese hinaus.  Das Impfangebot richtet sich an unsere Patienten, je nach Verfügbarkeit können sich auch praxisfremde Kinder und Jugendliche bei uns impfen lassen. Bei ausreichender Kapazität impfen wir auch die Eltern unserer Patienten, sie sollten jedoch sich in erster Linie an ihren Hausarzt oder das Impfzentrum wenden.

Seit Ende November 2021 hat die Europäische Kommission Comirnaty (BioNTech/Pfizer) die bedingte Zulassung für Kinder ab 5 Jahren ausgesprochen, diese Zulassung gilt auch für Deutschland.

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat eine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren und eine Empfehlung für bestimmte chronisch erkrankte Kinder im Alter 5 – 11 Jahren ausgesprochen. Seit Mai wird für die zuletzt genannte Altersgruppe eine vorerst einmalige Impfung empfohlen. Die aktuellen STIKO-Empfehlungen diesbezüglich finden Sie auf der Internetseite des RKIs (www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/ImpfungenAZ/COVID-19/Impfempfehlung-Zusfassung.html).

Es ist jedoch ohne weiteres möglich, auch ohne STIKO-Empfehlung sein Kind ab 5 Jahren in individueller Entscheidung auch zweimal impfen zu lassen. Wir führen keine Impfungen bei Kindern unter 5 Jahren ohne Zulassung in der EU durch.

 

Der Impfstoff

Alle in der EU zugelassenen und verfügbaren COVID-19-Impfstoffe sind hochwirksam gegen schwere Verläufe von COVID-19, dies zeigen die Daten aus den Zulassungsstudien und diversen Beobachtungsstudien. Das bedeutet, selbst wenn man erkranken würde, wäre das Risiko schwer zu erkranken über längere Zeit gering.

Die COVID-19 Impfung schützt nicht nur die geimpfte Person, sondern reduziert auch die Wahrscheinlichkeit, dass die geimpfte Person andere Personen ansteckt. Bei manchen Varianten (aktuell Omikron) ist der Schutz vor Erkrankung und Weitergabe deutlich reduziert, schwere Fälle sind bei Geimpften jedoch sehr selten.

Der m-RNA-Impfstoff Comirnaty (BioNTech/Pfizer) ist der einzige Impfstoff, der zur Zeit bei Kindern und Jugendlichen zugelassen und auch von der STIKO empfohlen ist, daher verwenden wir ausschließlich diesen. Für die endgültige Zulassung muss der Hersteller noch weitere Studien vorlegen, so dass die bedingte Zulassung nach einem Jahr von der EMA auch nur bedingt verlängert wurde. Wesentliche Nebenwirkungen scheinen selten und können durch eine Erkrankung mit COVID-19 deutlich häufiger ausgelöst werden. Kinder bis 11 Jahre erhalten 10 µg, Kinder ab 12 Jahren 30 µg des Impfstoffs. Studien weisen darauf hin, dass eine noch differenziertere Dosis nach Alter erfolgen sollte: Jugendliche und junge Erwachsen benötigen nur geringere Dosen – diesbezüglich müssten neue Dosisfindungsstudien durchgeführt werden. Die Grundimmunisierung besteht aus zwei Impfungen im Abstand von vier Wochen. Bei einer nachbewiesenen COVID-Erkrankung vor der Grundimmunisierung, braucht nur eine Impfung durchgeführt werden. Eine Erkrankung nach der ersten Impfung zählt leider nicht wie eine Impfung, auch wenn sie erst vier Wochen oder später danach stattgefunden hat – das ist wissenschaftlich nicht nachvollziehbar, aber politisch so festgelegt.

 

Auffrischimpfungen / Boosterimpfungen

Mit der Zeit und mit verschiedenen Virusvarianten nimmt der Impfschutz ab, das betrifft insbesondere ältere Menschen. Je älter und / oder schwerer der Erwachsene vorerkrankt ist, desto schneller sollte eine Auffrischimpfung (Booster-Impfung) erfolgen. Aktuell wird unterscheidungslos für alle Personen- und Patientengruppen drei Monate als Mindestabstand zur zweiten Impfung angegeben.

Kinder und Jugendliche zwischen 5 bis 17 Jahre bilden nachweislich sowohl mehr Antikörper als auch T-Zellen in Folge der COVID-Impfung. Man geht auch davon aus, dass die Immunantwort bei Kindern und Jugendlichen länger auf einem höheren Niveau bleibt.

Die STIKO-Empfehlung empfiehlt auch Kinder ab 12 Jahren zu „boostern“. Die Pressemitteilung (www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/STIKO/Empfehlungen/PM_2022-01-13.html) zeigt, dass die STIKO sich dabei nicht an dem medizinischen Nutzen für das zu impfende Kind orientiert, sondern an dem erhofften Nutzen für die Gesamtbevölkerung. Die STIKO weist darauf hin, „dass die Datenlage zur Effektivität und zur Sicherheit der Auffrischimpfung bei 12- bis 17-Jährigen noch limitiert ist.“ Vor diesem Hintergrund ist eine Booster-Impfung von gesunden Kindern und Jugendlichen nach drei Monaten sicherlich recht früh und man könnte sich sicherlich sechs bis neun Monate dafür Zeit lassen, sofern eine solche Impfung gewünscht ist.

 

Soll ich mein Kind impfen oder gar „boostern“ lassen?

Nachdem Kinder und Jugendlichen zwar die am geringsten gefährdete, aber dafür durch die Abwehrmaßnahmen die am meisten geschädigte Personengruppe war und ist, ist es sicherlich nicht an ihnen, nicht ausreichend geimpfte Erwachsene vor Ansteckung zu schützen, schon garnicht dafür frühzeitig „geboostert“ zu werden. Außer in extrem seltenen Fällen, können sich alle ernsthaft gefährdeten Menschen selbst impfen und „boostern“ lassen. Die Eltern, Kinder und Jugendlichen dürfen Ihre Entscheidung also alleinig vom eigenen gesundheitlichen oder psychosozialen Nutzen abhängig machen. Leider war der psychosoziale Nutzen in der Vergangenheit sehr gering, geimpfte Kinder und Jugendliche wurden nicht signifikant mehr Freiheiten zugestanden. Je älter Ihr Kind ist, um so mehr sollten Sie sich auch vom Wunsch Ihrer / Ihres vorab gut informierten Jugendlichen leiten lassen. Da viele Jugendliche jedoch zur Konformität neigen, reichen zur abgewogenen Information leider nicht alleinig die Informationen des Gesundheitsministeriums und der untergeordneten Behörden.

Chronische Erkrankungen können das Risiko möglicherweise auch bei Kindern erhöhen. Von der STIKO werden genannt: Adipositas (BMI > 97. Perzentile), angeborene oder erworbene Immundefizienz oder Immunsuppression, schwere Herzinsuffizienz und zyanotische Herzfehler, chronische Lungenerkrankungen mit einer anhaltender schwerer Einschränkung der Lungenfunktion, chronische Nierenerkrankungen, chronische neurologische oder neuromuskuläre Erkrankungen, Diabetes mellitus mit HbA1c-Wert > 9,0%, syndromale Erkrankungen mit schwerer Beeinträchtigung, Trisomie 21, Tumorerkrankungen und maligne hämatologische Erkrankungen. Die Liste dieser Erkrankungen wurde letztlich von den Erwachsenen auf die Kinder übertragen, wegen der sehr geringen Zahl schwerer Verläufe bei Kindern, ist eine statistische Aufschlüsselung nicht wirklich möglich.

Für eine Impfung spricht eine gefährdende chronische Erkrankung, oder eine wesentliche Einschränkung des normalen Lebens durch die politisch verordneten Maßnahmen.

Für eine Booster-Impfung spricht eine gefährdende chronische Erkrankung (wobei nach der Grundimmunisierung die schon vorher extrem seltene Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs noch geringer wird), oder eine wesentliche Einschränkung des normalen Lebens durch die politisch verordneten Maßnahmen, wie z.B. der Verlust des 2G-Status nach 9 Monaten.

 

Folgen der COVID-19-Erkrankung und der Pandemiebekämpfung

Die akuten körperlichen Folgen einer COVID-19-Erkrankung bei Kindern und Jugendlichen scheinen überwiegend mild und kurz zu sein, die Notwendigkeit einer Intensivmedizinischen Behandlung ist extrem selten.

Langzeitfolgen („Long-COVID“) scheinen bei Kindern und Jugendlichen bislang auch eher selten zu sein (www.aerzteblatt.de/nachrichten/126121/Studie-Long-COVID-bei-Kindern-und-Jugendlichen-eher-selten).

Die psychosozialen Folgen der verordneten Pandemiebekämpfung sind bei vielen Kindern und Jugendlichen sehr eingreifend und langanhaltend. Es ist leider auch im dritten Jahr nach Beginn der Pandemie in Deutschland kein geänderter gesundheitspolitischen Ansatz erkennbar, der hauptsächlich auf die Gefährdeten zielen würde und die Ungefährdeten nicht mehr einschränkt.

Sofern gewünscht, können wir Eltern unserer Patienten zur COVID-19-Impfung beraten. Bitte haben Sie Verständnis, dass dies nicht immer zeitnah erfolgen kann, da bereits die Verwaltungserfordernisse dieser Impfung uns sehr viel Zeit kosten. Wer aber Zweifel hat, wird auch problemlos noch etwas warten können.

 

Ablauf

Wenn Sie für Ihr Kind (ab 5 Jahre) eine Impfung gegen COVID-19 wünschen, melden Sie sich bitte ausschließlich über das untenstehende Webformular an.

Geben Sie bei Kindern zwischen 5 und 11 Jahren im Formular an, ob Sie gemäß STIKO-Empfehlung nur eine einmalige Impfung wünschen. Sollten Sie eine zweimalige Impfung wünschen, gehend wir mit Ihrer Anmeldung davon aus, dass Ihr Kind eine chronische Erkrankung entsprechend der STIKO-Empfehlungen hat, oder Sie eine individuelle Impfentscheidung  für die Impfung bereits getroffen haben. Wenn nicht, sprechen Sie vorher mit uns.

Je nach Nachfrage des Impfstoffes, kann es auch bei Kindern und Jugendlichen bis zu einem konkreten Impftermin dauern. Hatte es früher lange wegen hoher Nachfrage gedauert, verzögert nun die geringe Nachfrage den Zeitpunkt, wann wir 6 Jugendliche bzw. 10 Kinder für die Mehrfachampulle zusammen haben. Wegen der kurzen Haltbarkeit wird es keine Wunschtermine geben können. Die Erstimpfungen werden meist mittags im Laufe der Woche stattfinden, es dürfte kein Problem sein, sich dafür von Schule oder Arbeit freistellen zu lassen, Sie erhalten eine entsprechende Bescheinigung.

Ganz wichtig: sollten Sie sich im Verlauf woanders impfen lassen, benachrichtigen Sie uns bitte umgehend, damit wir Sie aus der Warteliste entfernen und andere aufrücken lassen können.

Anmeldungsformular zur Impfung gegen COVID-19

Wir impfen aktuell nur Kinder und Jugendliche. Änderungen der Einschränkungen geben wir hier auf der Webseite und für unsere Patienteneltern über unsere PraxisApp bekannt.

Praxisfremde Patienten: Leider mussten wir häufig die Erfahrung machen, dass insbesondere praxisfremde Patienten an mehreren Stellen gleichzeitig angemeldet wurden und zum Impfterminen bei uns dann nicht erschienen. Daher können Sie Ihr praxisfremdes Kind nur über dieses Webformular anmelden, wenn Sie vorher das Kind persönlich mit Krankenkassenkarte bei uns vor Ort angemeldet haben.

Bei Kindern 5-11 Jahren geben Sie bitte unter ‚Sonstiges‘ an, ob Sie nur eine einmalige Impfung gemäß der Empfehlung wünschen.

Bitte achten Sie im Formular auf korrekte Eingabe. Es werden nur Patienten geimpft, die mit den Angaben im Webformular übereinstimmen.

Sie erhalten nach dem Eintrag automatisch eine Bestätigung Ihrer Angaben, auf die Impfliste gelangen aber nur Kinder und Jugendliche entsprechend der genannten Bedingungen.

Hier geht es zum Webformular: https://kinderundjugendmedizin.de/form/anmeldung.html

COVID-19 und Impfen: Antworten vom RKI auf häufig gestellte Fragen (FAQ)  www.rki.de/SharedDocs/FAQ/COVID-Impfen/gesamt.html

Aktuelles Aufklärungsmerkblatt Deutschen Grünen Kreuz e. V. zum Impfstoff, auch in leichter Sprache und in Fremdsprachen

www.rki.de/DE/Content/Infekt/Impfen/Materialien/COVID-19-Aufklaerungsbogen-Tab.html